2012 21. OPEN AIR AM STEINBRÜCKER TEICH

Bericht 1994

Open-Air - Klappe, die vierte.

Die Drehbühne des Todes.
Die "Rags" installierten einen Fernseher auf der Bühne zwecks Fußball-Übertragung, und die Dummbeutel von "Stahljustiz" packten sich Mega-Kaffeefilter auf die Birne, während sie auf einer innovativen Drehbühne spielten. Sie wurde unser Tod.

Was als allgemein begeisternder Einfall eines Jukuz-Mitglieds begann ("hey, so ´ne Drehbühne, das wär doch was, oder?") erwies sich als die dämlichste Neuerung, die wir in zehn Jahren Open-Air jemals eingeführt haben. Deswegen haben wir sie im Folgejahr auch gleich wieder ausgeführt. Das Monstrum aus einem Autohaus wog zwei Planeten und drehte sich nicht mal, weil der Motor ein Weichei war. Dafür durften wir das Teil aber immerhin die ganze Nacht hindurch durch die Gegend wuchten - zusammen mit zig Kästen Bier, die das Publikum zu wenig getrunken hatte.

Noch alberner war höchstens der Unterhosen-Kontest der "Swoons" aus Kassel. Dafür verstanden die Pseudo-PC-Hip-Hopper "A 16 X" gar keinen Spaß, die für ihre halbstündige Verspätung auch nur die halbe Gage bekamen und sich schließlich nicht entblödeten, uns von der Bühne herab als Faschisten zu beschimpfen. Sie drehen sich wahrscheinlich heute noch im Kreis - ganz im Gegensatz zu der Drehbühne. Wir haben sie verschrottet.

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