2012 21. OPEN AIR AM STEINBRÜCKER TEICH

Bericht 2003

Open-Air – Klappe, die dreizehnte.

Die Uni rockt.
Der Jahrhundertsommer kam, hinterließ versengte Wiesen – und verlor. Zwar brachten die regenlosen Juli und August das Open-Air am Steinbrücker Teich erstmals in seiner Geschichte an den Rand einer Absage wegen Waldbrandgefahr.

Doch die nun nachgewiesenermaßen rockende Leitung der Technischen Universität Darmstadt half der Projektgruppe bei der Rettung, indem sie das Open-Air am Steinbrücker Teich innerhalb von 14 Tagen zum Open-Air auf der Lichtwiese machte. Das ging, weil zwar die Wiese am „Forum“ zwischen Mensa und Maschinenbau-Gebäude ebenso furztrocken war wie die am Steinbrücker Teich. Aber potenzielle Brandherde – gemeint sind Bäume – etwa 300 Meter weiter weg von potenziellen Rauchern – gemeint sind Festivalbesucher – stehen als am Oberwaldhaus (Begründung des Forstamts). Die Verlegung hatte aber auch ihr Gutes: Es gab historisch viele Parkplätze für die schätzungsweise 2000 Besucher.

Und schee war’s auch in neuer Umgebung. Ein Lokalpolitiker ließ es sich nicht nehmen, das 13. Open-Air zu eröffnen. Junge Männer in Krümelmonster-Kostümen flogen auf Mountainbikes und BMX-Rädern durch die Luft. Nosedive versprachen augenzwinkernd, in zehn Jahren als überregional bekannter Headliner wieder zu kommen. 47 Million Dollars stritten mit Teenagern um Bälle („Mein Ball, Du Bastard!“). Lucid Lu waren gewohnt gut. Danke wurden zu regionalen Medienstars „hochsterilisiert“. Und die nur äußerlich pomadigen Headliner Mad Sin aus Berlin bewunderten erst die Coverkünste der Darmstädter Underground-Heroen Skeleton Army, um dann eine „Rockabilly-aus-der-Hölle“-Show vom Feinsten abzuziehen.

Blöd nur, dass es freitags beim Aufbau dann doch geregnet hat. Nächstes Jahr geht’s wieder an den Teich!
cem

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